
Einladung zur Jahreshauptversammlung des Mensavereins
21. September 2026Handschellen klicken, ein Kettenhandschuh wandert von Hand zu Hand, an der Werkbank wird ein Bauplan entziffert: Bei der 15. „Infobörse Beruf“ an der IGS Guxhagen ging es am Freitag, den 18. September 2026, weniger ums Zuhören als ums Selbermachen. 27 Betriebe, Behörden und weiterführende Schulen aus der Region zeigten den Jahrgängen 8 bis 10 in 28 Workshops, welche Ausbildungen, dualen Studiengänge und Schulabschlüsse vor der Haustür auf sie warten.
Nach der Begrüßung in der Mensa durch Schulleiter Herrn Werner und Frau Traut, die die Infobörse organisiert, verteilten sich die Schülerinnen und Schüler auf Klassenräume, Fachräume, Küche und Holzwerkstatt. Vier Workshops à 45 Minuten standen auf dem Plan – drei davon vorab selbst gewählt, der vierte spontan. Wer in der Pause gehört hatte, wo es besonders spannend war, konnte dort noch vorbeischauen.
Infobörse Beruf an der IGS Guxhagen
Workshops von 27 Betrieben, Behörden und Schulen
Jahrgänge – Klassen 8, 9 und 10
Workshops für jede Schülerin und jeden Schüler
Und spannend war es an vielen Stellen. Bei der Bundespolizei legten sich die Jugendlichen gegenseitig Handschellen an und stiegen in Schutzweste, Helm und Schienbeinschoner. Beim Fleischwerk Hessengut wanderte der Kettenhandschuh aus Edelstahl von Hand zu Hand – und wie bei EDEKA gab es auch etwas zu essen. In der Holzwerkstatt lernten die Schülerinnen und Schüler bei Günther Innenausbau, einen Bauplan zu lesen und an der Werkbank umzusetzen. Bei CCL Faubel mischten sie mit Handschuhen Druckfarben nach Farbfächer an, bei Sartorius Stedim Systems tüftelten sie mit Schrauben und Kleinteilen, und beim Kirchenkreisamt Schwalm-Eder, das unter anderem den Erzieherberuf vorstellte, wuchs ein wackeliger Holzturm in die Höhe.
Bei der Polizei fand ich gut, dass die so viel erzählt haben und man die Ausrüstung selbst anprobieren konnte – da war viel Cooles dabei.
Auch wer lieber zuhörte, kam auf seine Kosten: B. Braun zeigte Dialysetechnik und medizinische Instrumente, die Kreissparkasse Schwalm-Eder erklärte den Weg vom Eignungstest bis zum Vorstellungsgespräch, und bei SMA ging es um die Frage, wie eine Solaranlage funktioniert. Pflege, Handwerk, Verwaltung, Energie, Handel und Bundeswehr waren ebenso vertreten wie die Geschwister-Scholl-Schule, die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, die Radko-Stöckl-Schule und das Evangelische Fröbelseminar mit ihren Wegen zum Abitur, zur Fachoberschule und zur Sozialassistenz. Ein Schüler fand gut, dass die Bundeswehr „auch die Vor- und Nachteile der Arbeit dort“ offen ansprach.
Viele Betriebe hatten ihre Auszubildenden mitgebracht, die aus erster Hand erzählen konnten, wie der Ausbildungsalltag wirklich aussieht – und die auf Fragen aus der Klasse oft die ehrlichsten Antworten hatten. „Es wurde viel über Ausbildungsberufe gesagt – und so erklärt, dass man es verstanden hat“, fasste ein Schüler zusammen.
In der Feedbackrunde zum Abschluss zogen die Ausstellerinnen und Aussteller mit ihren Auszubildenden eine erfreuliche Bilanz: Sie lobten die Höflichkeit und Hilfsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler, ihr Interesse an den Angeboten und die Organisation des Vormittags. Zufrieden waren auch die Jugendlichen selbst – vor allem mit dem, was sie ausprobieren durften:
Gut war, dass man bei vielen Betrieben selbst etwas machen konnte, zum Beispiel beim Schreiner oder beim Pflegedienst.
Mit nach Hause nahmen sie neben Flyern und Kugelschreibern die eine oder andere Idee für das nächste Praktikum – oder für den Beruf danach.












